Vom Abstellzimmer zum Lebensraum – Umgestaltung eines wenig genutzten Kinderzimmers

Wir haben als Familie verhältnismäßig wenig Platz, genau genommen 74m² ohne zusätzlichen Stauraum. Gleichzeitig hatten wir nun jahrelang ein Zimmer, welches eher einem Abstell- als einem Kinderzimmer glich. Kein Wunder eigentlich, spielen doch die kleinen Räuber lieber in unserer Nähe im Wohnzimmer oder aber draußen. Doch seitdem das Zimmer schöner wird, ändert sich das gerade:

 

 

Irgendwie war unser zweitgrößtes Zimmer seit Jahren ein vernachlässigtes Zimmer in unserem gesamten Wohnkompromiss: die Räuber wollten sowieso lieber in Elternnähe spielen und schlafen. Also landeten immer wieder alle möglichen Aufbewahrungskisten im „Kinderzimmer“ während das Lieblingsspielzeug nach und nach Plätze im Wohnzimmer fand. Und so wurde dieses Zimmer natürlich immer unattraktiver. Gelegentlich hab ich halbherzig an dieser Situation gearbeitet, doch eigentlich passte sie für uns.

 

Diesen Sommer haben die Jungs mit ihren 3 und 4 Jahren dann sehr viel ohne mich draußen gespielt und ich habe diese Freiräume für meine Projekte sehr genossen. Diese Autonomie und Freiheit möchte ich ihnen und mir auch die Drinnen-Spielzeit über gerne erhalten. Deshalb war hier zum Herbst-Beginn „Projekt Jungs-Zimmer“ angesagt. Endlich sind einige wichtige Elemente geschafft und ich kann sie dir zeigen:

 

 

Am Anfang stand die Überlegung, welche Funktionen dieses Zimmer für uns erfüllen soll. Folgende Punkte stehen auf der Wunschliste:

  • zwei voneinander getrennte Rückzugsräume
  • entspannte & aufgeräumte Atmosphäre, die zum CD lauschen und Bücher anschauen einlädt – entspannen und runterkommen
  • Anregungen und Raum für Rollenspiele (Verkleiden, Kinderküche, …)
  • übersichtliche Aufbewahrung für diverse geliebte Kleinteile
  • Stauraum außerhalb der Kinderreichweite für derzeit nicht benötigtes Spielzeug sowie unpassende Kindersachen und ein paar Unterlagen
  • Möglichkeit zum Indoor-Toben
  • viel freie Fläche zum Bauen und Spielen
  • leicht aufzuräumen und zu pflegen – weil der Papa in diesem Zimmer oft nachts Ruhe sucht

Bisher hab ich noch nicht alle Punkte verwirklicht und das Zimmer ist noch nicht fertig. Aber es ist auf einem guten Weg, worauf ich unheimlich stolz bin. Ich habe das Zimmer bis auf zwei weiße (= optisch zurückhaltende) Regale, ein Rutschehochbett und die Kinderküche ausgeräumt ausgeräumt und sortiert. So haben wir schon mal den luftigen und ruhigen Raumeindruck mit viel Platz zum Spielen.

 

Dazu kam dann ein Bauwerk, welches vorerst als Spielhaus und Hochebene, später einmal als Doppelschreibtisch mit Aufbewahrung genutzt werden kann: Es besteht aus zwei quadratischen EXPEDIT-Regalen mit einer großen Platte aus dem Baumarkt sowie zwei kleineren Schubladen-Elementen (TROFAST, ebenfalls vom Möbelschweden).

 

Obendrauf können die Räuber nun auf einer stabilen Plattform bauen und in die Schubladen all ihre geliebten Kleinigkeiten einsortieren. Sie können aber auch darauf sitzen und das Schubladenelement als Tisch benutzen, beispielsweise zum Malen oder für das Essen aus der Kinderküche.

 

Und untendrunter haben sie eine Lampe und ein paar Decken und Kissen sowie Regalfläche. Bisher befinden sich dort ein paar einladende Bücher und ein Korb mit Musikinstrumenten, dass wird jedoch noch hübscher gemacht und attraktiver eingerichtet.

 

Was noch fehlt ist ein Vorhang um aus dem unteren Bereich eine Höhle/ ein Spielhaus zu machen und eine Menge Inneneinrichtung. Außerdem überlege ich die Platte von oben mit Tafelfarbe zu bemalen: dann könnten sie je nach Bedarf Straßen, Eisenbahnschienen oder ganze Landschaften aufmalen.

 

Bisher ist das jedoch nicht aktuell. Bisher genießen sie vor allem die erhöhte Ebene und veranstalten beispielsweise Sprungwettbewerbe. Ob es nun der attraktive Perspektivwechsel oder das Klettern & Springen ist – dieses Bauwerk wird täglich fleißig bespielt. Das war der Aufwand definitiv wert.

 

Neben dem fertig auszustattendem Spielhaus geht es nun vor allem darum, eine anregende Spielzeugauswahl zu präsentieren. Es geht dabei um die Punkte Spielzeug rotieren und sinnvoll zusammenstellen sowie mit sogenannten „Loose Parts“ (diverse Kleinigkeiten, wie du sie bei unseren Lieblingsbaumaterialien findest) ergänzen, doch darum wird es demnächst ausführlicher gehen. Momentan scheint das „Projekt Jungs-Zimmer“ ein großer Erfolg zu sein, worüber ich mich unheimlich freue.

 

Wenn du mehr über die Gestaltung eine Bauecke wissen möchtest, empfehle ich dir meine Artikel zum kreativen Spielen sowie zur Gestaltung und Ausstattung einer Bauecke. Und wenn du die Fortschritte des Jungs-Zimmers und meine Ideen zur sinnvollen Auswahl von Spielzeugen erfolgen willst, so melde dich doch für meinen wöchentlichen Newsletter (natürlich kostenlos) an. Dort berichte ich dir von meinen aktuellen Projekten und Artikeln.

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