Sie malen & basten, kleben & werkeln – unser Studio-Bereich wirkt

 

Es ist einfach wunderbar: ich habe mit der Hilfe meiner Räuber einen Studio-Bereich im Wohnzimmer geschaffen und dieser hat sich in einen Lieblingsaufenthaltsort verwandelt. Wir benutzen ihn täglich mehrmals – werkeln gemeinsam oder nebeneinander vor uns hin, genießen die Gesellschaft sowie Ruhe und Zufriedenheit, die uns diese Art der Beschäftigung schenkt. Und weil ich so begeistert bin, möchte ich mit dir teilen, was in meinen Augen die magischen Zutaten sind:

 

Mamas Lieblingsplatz

 

Ich habe diesen Bereich bewusst nicht nur für die Räuberkinder eingerichtet, sondern auch für mich. Denn wenn es mich immer wieder dorthin zieht – zur Entspannung und zum Schreiben – so bin ich ein ideales Vorbild für die Verwendung des Bereiches. Meine Räuber gesellen sich gerne zu mir und dieser Ort lädt sie nun aktiv dazu ein. Gleichzeitig bietet er Arbeitsplatz für alle und Inspiration genug, so dass sie eben gut in meiner Nähe beschäftigt sind anstatt mich gelangweilt bei meiner Beschäftigung zu unterbrechen.

 

Räume als Helfer

 

Auch wenn wir uns nicht ständig miteinander beschäftigen, so halten wir uns gerne alle gleichzeitig im Wohnzimmer auf. Solange niemand wilde Tobespiele veranstaltet, ist es auch für uns alle angenehm. Und deshalb lädt unser Studio-Bereich bewusst zum ruhigen Malen, Basteln und Werkeln im Wohnzimmer ein – während Matratzen, Decken und Kissen sowie das Rutschehochbett und die Spielhöhe/Hochebene zum Toben ins Kinderzimmer locken. Dieses Konzept der gewissermaßen angemessenes Verhalten fördernden Räume stammt übrigens aus der Reggio-Pädagogik, welche sorgfältig eingerichtete Räume als dritten Lehrer anerkennt.

 

Freiheiten

 

Manchmal wandert die Tischlampe unter den Tisch – beispielsweise wenn dort konzentriert irgendwelche Dinge näher betrachtet werden müssen oder wenn das Wohnzimmer zum Rollenspiel genutzt wird. Auch liegt oder sitzt regelmäßig einer der Räuber (oder alle) auf dem Tisch – gewisse Dinge lassen sich so offensichtlich besser handhaben. Anstatt gegen solche Ideen anzukämpfen gestalte ich lieber so, dass diese Nutzungsvarianten kein Problem sind und die Räuber hier ihre Ideen auch ausleben können. Das bedeutet beispielsweise, dass im Regal hinter dem Tisch alle Materialien einen Platz haben, damit der Tisch als freie Fläche zur Verfügung steht.

 

Einladungen

 

Wenn zu lange dieselben Zutaten zugänglich sind, so werden diese uninteressant. Sie gehören dann quasi zur Einrichtung und liefern nur noch selten Inspiration. So weit möchte ich es nicht kommen lassen und so stelle ich immer wieder Einladungen („Provokationen“ in der Reggio-Pädagogik) für meine Räuber bereit. Dazu möchte ich nächste Woche mehr schreiben – trag dich gerne in meinen kostenlosen Newsletter ein, damit du nichts verpasst:

 

Übersichtlich und Zugänglich

 

Wir haben wirklich viel Kunstmaterial und so empfinde ich es als sehr wichtig, dass die Dinge übersichtlich präsentiert sind – so findet jeder schnell, was er sucht. Idealer Weise hat solch eine Anordnung ausreichend Platz zwischen den einzelnen Dingen, doch daran arbeiten wir noch. Alles, was griffbereit dasteht, dürfen sich die Räuberkinder selbstständig nehmen. Und ich sorge dafür, dass jeder einen Stuhl hat (sie wandern immer vom Küchentisch hierher und zurück) – damit jeder sich willkommen fühlt und zumindest theoretisch auf einem Stuhl anstatt auf dem Tisch sitzen könnte :-)

 

Verlinkt beim Freutag


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